Die Geschichte des Areals

Das Areal Heumarkt liegt zwischen Stadtpark und Schwarzenbergplatz, vis-à-vis dem Beethovenplatz. Eingebettet zwischen den Straßen Lothringerstraße und Am Heumarkt bildet es eine Verbindung zwischen 1. und 3. Bezirk.

Im Nordosten ist das Areal begrenzt durch das Hotel InterContinental Wien und im Südwesten durch das Wiener Konzerthaus. Es umfasst eine Fläche von ca. 15.400m².

 

DIE IDEE „OLYMPION” VON LUDWIG BAUMANN

 

Schon 1890 sollte hier ein „Olympion“ entstehen. Als man damals in Wien von einem Haus für Musikfeste träumte, plante man ein Ensemble aus mehreren Gebäuden, welches verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bieten und breite Bevölkerungsschichten ansprechen sollte. Die erste Idee dazu kam von Ludwig Baumann, der bis heute vor allem als einer der Architekten des Konzerthaus Wien in Erinnerung geblieben ist.

Sein „Olympion” sollte Räume für Konzerte, den Wiener Eislaufverein, einen Bicycleclub sowie für Buffets und Restaurants enthalten und in einer zusätzlichen Freiluft-Arena 40.000 Menschen Platz bieten. Bereits zur Gründungszeit des losen Bautenverbunds von Konzerthaus Wien und Wiener Eislaufverein im 19. Jahrhundert war also die Verbindung von Musik, Tanz und Sport eine zentrale Idee. Baumanns Entwurf wurde damals allerdings nicht verwirklicht.

Anknüpfend an Ludwig Baumanns Vision eines Olympion, eines spartenübergreifenden Musentempels, will WertInvest nun mit der Neuentwicklung des Areal Heumarkt die typische Wiener Tradition dieses besonderen Ortes neu beleben.

Ein harmonisches Ensemble soll entstehen, das Sport, Musik, Gastronomie und Freizeitgestaltung auf spannende Art in Einklang bringt.

 

EIN ORT MIT TRADITION: DAS GLACIS HEUTE – EIN RING UM DIE RINGSTRASSE

 

Die prominente Lage, geprägt von Wiener Eislaufverein, Konzerthaus Wien und Hotel InterContinental schließt unmittelbar an die Kernzone des Weltkulturerbes Wiener Innenstadt an. Als Teil des ehemaligen Glacis ist das Areal Heumarkt ein Ort mit Tradition und besonderem Charakter.

Einst war das „Glacis“ der vor der Stadtmauer gelegene unbebaute Freiraum; seit Ende des 18. Jahrhunderts ist es ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wienerinnen und Wiener. Nach dem Abbruch der Stadtmauern (1858-1864) und dem Bau der Ringstraße entstanden hier zahlreiche Bauten – darunter das Konzerthaus – deren Vielfalt dem Areal über die Zeit ein charakteristisches Gesicht verlieh.

Anders als die strikt geplante Ringstraße hat sich das Glacis zu einem vielfältigen Nebeneinander aus unterschiedlichen Bauwerken, -stilen und Epochen entwickelt. Viele Kulturinstitutionen – das Volkstheater, die Secession, das Künstlerhaus, der Musikverein, das Wien Museum, etc. geben diesem besonderen städtischen Freiraum seine einzigartige, zukunftszugewandte Prägung.

Auf die Bedeutung des ehemaligen Glacis als Entwicklungszone wies das städtebauliche Expertinnenverfahren hin, das der Stadt Wien empfahl, für dieses eine Gesamtstrategie („Masterplan Glacis“) zu entwickeln.